Aktuelles aus der
Gesundheitsregion

Neue Mitglieder

Nr.:73
Diana Apotheke E.K. Pächter, Berlin

Nr.:72
Apotheke im Markt-Center, Potsdam

Nr.:71
Dr. Verena Ernst, Potsdam

Veranstaltungen - Archiv

Gemeinsame Aufgaben für Studierende und Ärzte

Gesundheitsregion Brandenburg BB

Um eine Region voranzubringen, braucht es neben einem Ziel Vordenker, Mitgestalter und eine gemeinsame Plattform. Diese bietet den verschiedenen Playern im Gesundheitswesen der Verein „Gesundheitsregion Brandenburg/BB“ mit gemeinsamen Treffen und Aktionen. Bei den als „Mitgliedervisite“ bekannten Veranstaltungen werden Lösungsansätze für aktuelle, brennende Themen gesucht. So auch am 3. Mai, als sich Vereinsmitglieder und zahlreiche Gäste im altehrwürdigen Festsaal der Ruppiner Kliniken versammelten, um ein Projekt auf den Weg zu bringen: den Studenten der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) Praktika in den Arztpraxen der Region zu vermitteln.

Die noch junge Hochschule, die sich der Versorgungsforschung verschrieben hat, bietet Studiengänge in den Fächern Medizin und Psychologie an. Gegenüber vielen anderen Universitäten setzt die MHB vom ersten Semester an auf Praxisnähe. Der „Praxistag“, der an sechs bis sieben Terminen pro Semester stattfindet, ist für die Studierenden ein Highlight, können sie doch ihr theoretisches Wissen im medizinischen Alltag unter Aufsicht am Patienten anwenden. Zwar gibt es im Land schon an die 50 Arztpraxen, die den angehenden Kollegen ihre Türen öffnen, doch es könnten noch mehr sein.

Dass das Thema bei den Medizinern des Landes durchaus auf Interesse stößt, ließen die beinahe 100 Besucher, die sich auf den Weg nach Neuruppin gemacht hatten, vermuten. Zwar gaben sich einige noch etwas zurückhaltend – Praktikanten zu betreuen kostet Zeit und bringt den Praxisablauf durcheinander – doch erhielt die Hochschule durchweg Lob für ihre Praxisorientierung. Konkret nachgefragt, konnten sich mehrere Praxisinhaber sogar vorstellen, den jungen Leuten eine Chance zu bieten.

Dass sie damit unbedingt richtig liegen, zeigten die Statements zweier Studierender und zweier Ärzte, die über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Praxistag berichteten. Insgesamt gab es viel Lob. Die einzige kritische Anmerkung betraf die Zeitfrage, doch das war allen bereits bewusst, bevor sie sich auf die Aufgabe einließen. Als viel wichtiger und angenehmer stellten beide Seiten die Vorteile heraus, die sie aus ihrer gemeinsamen Zeit zogen. Während die Praxisinhaber die Sichtweise junger angehender Mediziner inspirierte, einen Blick von außen auf das Praxisgeschehen zu werfen und sogar gelegentlich das eigene Handeln zu hinterfragen,  profitierten die Neulinge von den Erfahrungen der gestandenen Ärzte. Die Patienten waren in den allermeisten Fällen aufgeschlossen und erfreut über die jungen Leute.

Auf großes Interesse stieß auch der Vortrag des  „Hausherren“.  Dekan Univ.-Prof. Dr. Prof. h.c. Dr. h.c. Edmund A. M. Neugebauer stellte höchstpersönlich seine junge Hochschule und die vielfältigen Forschungsprojekte vor.

Beim anschließenden Get together ergaben sich viele Gelegenheiten, sich auszutauschen und Kontakt zu den Studenten aufzunehmen. Mit dem Praxistag ist ein guter Anfang gemacht. In naher Zukunft wird es darum gehen, wie man die jungen Ärzte dazu bringt, sich gegen den Trend und damit gegen die Großstadt zu entscheiden, um sich für eine Zukunft  im kleinstädtischen oder ländlichen Bereich zu begeistern. Der Verein Gesundheitsregion Brandenburg BB, der am 3. Mai einige neue Mitglieder hinzugewinnen konnte, wird die Mediziner dabei begleiten.

Einige Impressionen der Mitgliedervisite:

Mit Leidenschaft für die Rechtmedizin

Gesundheitsregion Brandenburg / BB besucht Landesinstituts-Chef Dr. Jörg Semmler

In einer Gesellschaft, die von ihren Mitgliedern vor allem Schnelligkeit, Effizienz und Erfolg fordert, bleibt für den Tod eines Menschen oftmals nur wenig Raum. Man könnte fast sagen, dass das Finale des Lebens in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend aus dem Alltags-Bewusstsein ausgegrenzt, an den Rand geschoben und verdrängt wurde. Gestorben wird immer häufiger in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern oder einsam zu Hause. Nur besondere Einzelschicksale, wie das Ableben von Prominenten oder spektakuläre Mordfälle erfahren noch gesellschaftliche Beachtung.

Für Dr. Jörg Semmler gehört der Tod eines Menschen dagegen zum beruflichen Alltag. Egal ob natürlich, unnatürlich, spektakulär und prominent oder still und heimlich. Als dienstältester Rechtsmediziner Deutschland hat er in über 40 Berufsjahren wohl beinahe mit allen Todesarten schon zu tun gehabt. In gut einem Jahr tritt der langjährige Chef des Brandenburgischen Landesinstituts für Rechtsmedizin in den Ruhestand. Seine Erfahrung und sein Wissen möchte er jedoch soweit irgend möglich weitergeben.

Diese Offenheit hat jetzt der Verein Gesundheitsregion Brandenburg / BB genutzt und sich in Dr. Semmlers Institut unweit des Potsdamer Schlosses Lindtstedt zur Visite eingefunden. Über 20 Ärztekollegen und Vertreter anderer Berufe der Gesundheitswirtschaft folgten gerne der Einladung und verbrachten einen durchaus lebendigen Abend in der Potsdamer Rechtsmedizin.

Schnell wurde klar, dass Rechtsmedizin entgegen allen Klischees keinesfalls nur aus dem Sezieren toter Körper besteht. Erfahrungen, Wissen, präzise Laborarbeit und vor allem Menschenkenntnis sind mindestens genauso wichtig im Tagesgeschäft. Und es muss auch nicht immer um Todesfälle drehen: Blutalkoholproben oder medizinische Gerichtsgutachten lebender Menschen gehören genauso zur Arbeit der über 20 Mitarbeiter der Einrichtung.

Den Mitglieder der Gesundheitsregion Brandenburg / BB bot sich ein umfassendes Bild: nüchterne Sektionsräume, die auch schon als Kulisse für TV-Krimis gedient haben, kompakte Labors mit modernster Analysetechnik und angeregte Gespräche untereinander und natürlich mit dem Gastgeber. Dabei kamen sowohl der unerwartet neutrale Geruch der Raumluft zur Sprache wie natürlich auch die Frage nach dem Umgang mit dem Tod als täglichen Wegbegleiter.

Dr. Semmler blieb keine Antwort schuldig. Glaubhaft, sachlich, aber auch bodenständig und authentisch brachte er seinen Gästen den Berufsalltag des Rechtsmediziners nahe. Natürlich sei auch er dabei nicht frei von Emotionen. Vor allem tote Kinder und grausame Morde beschäftigten ihn weit über seine Analysearbeit und die anschließenden Gerichtverfahren hinaus. Besonders ärgere er sich, wenn geschickte Verteidiger seine eindeutigen Erkenntnisse vor Gericht zu relativieren versuchten und manchmal auch damit durchkämen.

Grausige Fälle hat Dr. Semmler mehr als genug erlebt: zerstückelte Menschen, Wasserleichen, Sexualdelikte, Giftmorde, sogar einen Flugzeugabsturz. Viele Todesursachen erkennt er schon aus der Distanz, manche nur nach genauem Hinsehen oder bei der Durchsicht der Laborbefunde.

Gegenüber den Mitglieder der Gesundheitsregion Brandenburg / BB bekräftigt Dr. Semmler aber auch, dass in Deutschland viele unnatürliche Todesfälle unentdeckt blieben, weil die Rechtmedizin bundesweit und eben auch im Land Brandenburg immer mehr zu Tode gespart würde. Die Zahl der Obduktionen in Deutschland sei auf dem Niveau von Entwicklungsländern, betont er. Und „sein“ Institut stehe bei der Landesregierung seit Jahren auf einer Liste mit dem Vermerk „kann wegfallen“.

Die einstmals große rechtsmedizinische Sammlung musste bereits auf einige wenige Exponate ausgedünnt werden. Neben Präparaten aus Fällen der vergangenen Jahre sind dies vor allem historische Mumien und natürlich ein typisches Potsdamer Relikt: das alle überragendes Skelett eines Langes Kerls der preußischen Garde.

Heute zieht der Beruf des Rechtsmediziners vor allem junge Ärztinnen an. Dabei ist der Job nicht wirklich familienfreundlich: Bereitschaftsdienste am Wochenende, an den Feiertagen und natürlich auch nachts haben auch Dr. Semmler so manchen privaten Plan zu Nichte gemacht. Dennoch würde er sich auch heute wieder für seine Fachrichtung entscheiden.

Soviel Leidenschaft für den eigenen Job ist auch den Mitgliedern der Gesundheitsregion Brandenburg bei ihren zahlreichen Visiten in Praxen und Einrichtungen der Gesundheitsbrachen noch nicht oft begegnet. Die Rechtmedizin und ihr Brandenburger Kopf Dr. Jörg Semmler haben sich äußerst lebendig präsentiert und somit klargestellt: der Tod eines Menschen verdient definitiv mehr Achtung und Beachtung, als ihm heute oftmals zugebilligt wird.

Einige Impressionen der Mitgliedervisite:


Jahresauftakt nach Maß

Auch in diesem Jahr haben die Gesundheitsregion Brandenburg / BB e.V. und die Health AG wieder gemeinsam zum Neujahrsempfang nach Potsdam geladen. In der stilvoll-rustikalen Atmosphäre der Garage du Pont in Potsdam lies Vereinsvorstand Dr. Karl-Heinz Schnieder noch einmal das Jahr 2014 mit all seinen Veranstaltungen Revue passieren und begrüßte erneut mehrere neue Mitglieder.

Weiter kündigte Dr. Schnieder an, den Erfolgskurs des Vereins gemeinsam mit dem Vorstand und allen anderen, die sich engagieren und einbringen wollen, fortzuführen. Sein Ausdrücklicher Dank ging an die vielen Unterstützer, die im Namen der Gesundheitsregion Brandenburg / BB e.V. 2014 mit hohem Zuspruch von Mitgliedern und Interessenten anspruchsvolle Visiten und andere Events organisiert und ausgestattet hatten. Ausdrücklich hob Dr. Schnieder hier die Health AG hervor, die nach 2014 erneut als Partner und Sponsor den Neujahrsempfangs möglich gemacht hatte.

Health AG-Vorstand Uwe Schäfer konzentrierte sich in seinen Impulsvortrag an die über 70 Teilnehmer aus allen Heilberufen und nahestehenden Dienstleistungsbrachen auf den Gegensatz von Mobilität und Unbeweglichkeit im Gesundheitsmarkt. Dabei führe er aus, dass zwar in ungeahntem Tempo neue Therapien und Diagnostika entstünden – Medizin also immer komplexer würde –  diesen rasanten Veränderungen aber eine statische Versorgungs- und Finanzierungsstruktur gegenüber stünde.

Obwohl es bisher keine funktionierende und durchsetzbare Lösung für dieses Dilemma gebe, zeigte sich Schäfer dennoch zuversichtlich. Ein Durchbruch sei möglich, wenn konventionelles Denken und Routinen durchbrochen würden. Kreativität sei der Schlüssel zur Lösung. Ein wichtiger Ansatz sein dabei, die Bezahlung von Präventionsleistungen stärker in den Fokus zu rücken, denn bisher würde vor allem „Kranksein“ bezahlt. Gefragt seien differenzierte Modelle und eben mehr Mobilität, also die Bereitschaft, Dinge zu verändern. Schäfer formuliertes als Leitbild die These, des langen gesunden Lebens und des kurzen und schmerzlosen Sterbens – zweifellos ein anzustrebendes Modell und aus seiner Erfahrung obendrein noch das kostengünstigste.

Gastreferent des Abends war Dr. Bernhard Saneke, Zahnarzt, Pilot und Experte für Synergien und Mitarbeiterkommunikation. Sein Vortrag trug den erwartungsvollen Titel „Warum Flugzeuge abstürzen und Unternehmen versagen“. Gleich zu Beginn holte er seine Zuhörer etwas unsanft mit der Erkenntnis ab, dass langjährige Berufserfahrung nicht zwangsläufig bedeuten müsse, das auch alles richtig, was man so mache, auch wenn Statistiken zeigten, dass in Umfragen regelmäßig 90% der Befragten sich selbst und ihre Vorgehensweisen gut finden.

Oft, so Dr. Sanekes These, sind es zudem die Besten, die versagten, wie z.B. der Kapitän der Titanic. Nach seiner Einschätzung lägen zudem Wahnsinn und Genialität meist sehr dicht beieinander. Viele Personalabteilungen würden heute daher gar nicht mehr den Überflieger, sondern viel mehr den Vertreter des perfekten Mittelmaßes suchen, denn er erweist sich zumeist auch als guter Teamplayer. Nur in der Medizin habe sich diese Erkenntnis bisher viel zu wenig durchgesetzt. In der Gesundheitsbrache werden noch immer chefgesteuert gedacht. Und genau das sei das Problem, an dem viele Praxen litten. Aber, durch entsprechende Änderungen sein es jederzeit möglich, sich selbst und seine Mitarbeiter zu Bestleistungen zu mobilisieren.

Ganz in diesem Sinne bot die Garage du Pont für den weiteren Verlauf des Abends wie erwartete den charmanten Rahmen: ein bewegendes Buffet in einer mobilisierenden Eventlocation inmitten von Oldtimer aus den 30er Jahren, durch die vorangegangene Vorträge angeregte Gespräche über notwendige Veränderungen im Großen wie im Kleinen und einfach nur gute Laune zum Auftakt des neuen Jahres und natürlich Vorfreude auf die kommenden Veranstaltungen der Gesundheitsregion Brandenburg / BB e.V.

Einige Impressionen vom Neujahrsempfang:


Arzt gesucht - Strukturversorgung in Brandenburg

In TV-Serien noch romantisch verklärt, scheint der klassische Landarzt im wahren Leben vom Aussterben bedroht zu sein. Leere Dörfer, eine überalterte Bevölkerung und unattraktive Lebensbedingungen in den Randregionen Brandenburgs haben zur Folge, dass junge Mediziner kein Interesse haben, sich hier niederzulassen. Ist krank werden in Brandenburg dadurch zu einem Risiko geworden, dass nur noch der beherrschen kann, der nahe genug an einer der großen Städte lebt?

Moderiert von Gesundheitsregion-Gründer Dr. Karl-Heinz Schnieder diskutierten darüber am 19. November in Potsdam Dr. Hans-Joachim Helming, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, Dr. Udo Wolter, Präsident der Landesärztekammer Brandenburg, Georg Heßbrügge, Direktor Gesundheitsmärkte und -politik der apoBank und Olaf Behrendt, Mitglied des Vorstandes des Apothekerverbandes Brandenburg.

Apobank-Direktor Georg Heßbrügge fasste zum Auftakt zusammen: Die immer wieder von Politik und Verbänden geforderten und angebotenen finanziellen Anreize, um junge Ärzte aufs Land zu locken, haben sich sehr schnell als unzureichend erwiesen. Das  Nachwuchsproblem bei Praxen in der Fläche vermögen sie nicht zu lösen. Die sogenannte „Generation Y“, also junge Mediziner mit Familie, hat andere Interessen, als nur zu arbeiten, um Geld zu verdienen. Ihr kommt es auf Lebensqualität an. Diese wird von den Betroffenen vor allem festgemacht am Umfeld sowie der neben der Arbeit verbleibenden Zeit für Partner und Kinder.

Vor diesem Hintergrund warnte Heßbrügge davor, jetzt nach teuren staatlichen Lösungen zu rufen. Denn auch eine  Übernahme der regionalen medizinischen Grundversorgung durch einzelne Kommunen würde an den Rahmenbedingungen nichts ändern. Kaum ein Arzt mehr als bisher würde sich in die kritischen Randregionen verirren, da diese durch eine Verstaatlichung der Versorgung keinen Deut attraktiver würden.

KV-Chef Dr. Hans-Joachim Helming mahnte trotz der angespannten Lage zu mehr Gelassenheit bei der Betrachtung der Situation. In Brandenburg, so seine feste Überzeugung, gebe es weiter eine gute medizinische Betreuung trotz der bundesweit niedrigsten Arztdichte, den ältesten Patienten und den geringste Zahlung der Krankenkassen pro Kopf. Helming rechnete vor, dass ein Arzt in Brandenburg dafür jede Woche allerdings 50 Stunden arbeiten müsse. Darum sei auch ihm klar, dass neue Strukturen notwendig seien. Er fordert eine attraktive Matrix, um junge Ärzte anzulocken. Dazu gehöre Flexibilität durch Anstellung, aber nicht Ausbeutung durch MVZ-Ketten. Eine klare Absage erteilte Helming Plänen, wonach Kliniken die ambulante Grundversorgung in ländlichen Regionen übernehmen sollten. Dazu seien die meisten dieser Häuser gar nicht in der Lage, auch weil in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr ehemalige Klinikleistungen – wie zum Beispiel Dialyse – auf Praxen verlagert worden sein.

Landesärztekammer-Präsident Dr. Udo Wolter kritisierte den Versuch, bestehende Versorgungslücken mit ausländischen Medizinern auffüllen zu wollen. Viele dieser Kollegen hätten erhebliche Sprachprobleme, könnten zum Beispiel keine Arztbriefe verfassen. Eine große Chance sieht Wolter dagegen im Klebeeffekt durch die neuen Studienangebote der medizinischen Hochschule in Neuruppin. Hier sei eine Aufnahme durch Eignung möglich, nicht nur aufgrund von Schulnoten. Gleichzeitig müsse aber auch die Attraktivität Brandenburgs an sich gesteigert werden, insbesondere durch verbesserte berufliche Möglichkeiten für die Partner von jungen Ärzten.

Massive Kritik durch Wolter erntete das Versorgungsstrukturgesetz. Es sei ein System, mit dem das Arzt-Patienten-Verhältnis durch teure Bürokratie kaputt gemacht würde. Gleichzeitig warnte der Kammerpräsident vor unbedachten Forderungen nach Gesetzesänderungen: Wer Gesetzespakete öffne, um darin zum Beispiel Zugangserleichterungen zum Studium zu verankern, gehe immer ein hohes Risiko ein, da nicht garantiert werden könne, dass während eines laufenden Gesetzgebungsverfahrens auch zusätzliche Auflagen in die Neufassungen aufgenommen werden. Also einen Schritt vor und gleichzeitig zwei zurück...

Olaf Behrendt aus dem Vorstand des Apothekerverbandes Brandenburg betonte, dass die Apotheken im Land wirtschaftlich gesund seien. Allerdings sei inzwischen zu wenig Personal auf dem Arbeitsmarkt. Dies gelte insbesondere in ländlichen oder strukturschwachen Regionen.  Weiter bekräftigte Behrendt die Position Verbandsvorstandes, dass es weiterhin keine Lücken in der derzeitigen Versorgungsstruktur mit Arzneimitteln in Brandenburg gebe und die bestehende Infrastruktur der Apotheken die Versorgung der Menschen in sämtlichen Regionen in Brandenburg gewährleiste: „Damit ist der staatliche Auftrag der Arzneimittelversorgung voll erfüllt. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern, in denen in den letzten Jahren die Apothekendichte abnahm, haben wir in Brandenburg stabile Verhältnisse", sagte Behrendt.
Die Versorgungsstrukturen der Apotheken mit ihren Dienstleistungen sowie mit Rezeptsammelstellen und Bringdiensten erfüllen die Bedürfnisse der Brandenburger Bevölkerung und sorgen für eine zukunftsfähige Arzneimittelversorgung auch in der Fläche. Diese bewährten Strukturen sollten erhalten und ausgebaut werden.

Insgesamt wieder ein gelungener Abend, ausgerichtet von der Gesundheitsregion Brandenburg / BB, denn fast 50 Gäste kamen in das Seminarhaus der Firma Miethke Medizintechnik am Ulanenweg in Potsdam um zuzuhören und mitzustreiten. Die nächste Veranstaltung ist übrigens der Neujahrsempfang in Potsdam am 15. Januar 2015.

Einige Impressionen der Podiumsdiskussion:


Großer Andrang: Visite beim Palliativarzt

Dass sich in einer allgemeinmedizinischen Praxis nach Feierabend dutzende Menschen durch die Flure an mehreren ansprechend gedeckten Buffettischen vorbeidrängen, ist selbst in der Landeshauptstadt Potsdam mehr als ungewöhnlich. Doch mit der regelmäßigen Mitgliedervisite der Gesundheitsregion Brandenburg / BB wird es Wirklichkeit. Insgesamt 40 angemeldete Gäste kamen am Montag, dem 8. September 2014 auf Einladung von Vorstandsmitglied und Diplom-Medizinerin Astrid Tributh in die Konrad-Wolf-Allee 1 zum Abendempfang mit eingebetteten Fachvorträgen.


Zentrales Thema war die Kernkompetenz der Praxis von Astrid Tributh und Ihrer angestellten Kollegin Daniela Pauly – Palliativmedizin: Deren Ziel ist es, Patienten am Lebensende mit ihrer Erkrankung im Alltag zu integrieren, damit sie solange wie möglich für sich selbst sorgen und an allem teilnehmen können. Unter dieser Gruppe befinden sich vor allem Patienten mit schweren chronischen Erkrankungen. Sie bedürfen oft einer intensiven medizinischen und sozialen Betreuung. Neben dem Arzt und den Pflegekräften sind hierfür auch verschiedene soziale Einrichtungen mit kompetenten Fachkräften von Nöten. Der Begriff Palliativmedizin hat seinen Ursprung im Lateinischen: „pallium“, was so viel heißt wie Mantel, denn wie ein Mantel sollen alle Maßnahmen der Palliativmedizin den Schwerstkranken schützend umhüllen.

Für Astrid Tributh und ihre Mitarbeiter besitzt die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit begrenzter Lebenserwartung und die Beherrschung von Schmerzen, Beschwerden sowie psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität. Gemeinsam mit anderen Fachkollegen und Pflegeteams, hat sich die Praxis Tributh  in einem Palliativ-Care-Team (PCT) unter vertraglicher Vereinbarung mit den Krankenkassen zusammengeschlossen. Gemeinsam steht man so den Patienten mit einer intensiven medizinischen Versorgung am Lebensende zur Verfügung. Mehr Informationen hierzu hält die Internetseite http://sapv-team.de/ bereit.

Für die Gäste der Mitgliedervisite der Gesundheitsregion Brandenburg / BB waren viele der vorgestellten Details wertvolle neue Informationen. Entsprechend angeregt verliefen die Gespräche im Nachgang der Impulsvorträge durch das Praxisteam. Die Schwerpunkte der Diskussionen waren dabei recht unterschiedlich, waren doch unterschiedlichste Professionen aus der Gesundheitswirtschaft unter der Zuhörern, mit jeweils anderen Zugängen und Erfahrungen zu dem Thema. Chirurgen, Zahnärzten, Nervenärzte, Allgemeinmediziner, Apotheker saßen und standen neben einem ehemaligen Staatssekretär, Bankern und Heilberufe-Fachberatern unterschiedlichster Couleur.

Viele Erfahrungen, viele Anwendungen, viele Denkweisen und viele Meinungen – ein typischer, anregender Abend der Gesundheitsregion Brandenburg / BB, der Appetit auf mehr macht! Nach diesem gelungenen und gut Besuchten Veranstaltungsauftakt nach der Sommerpause, geht es im Herbst weiter. Die nächste Veranstaltung am 19. November 2014 wird sich mit der Thematik „Arzt gesucht - Strukturversorgung in Brandenburg und Berlin“ befassen. Mitglieder und interessierte Gäste erhalten dazu schon bald eine Einladung. Mehr Informationen dazu können Sie hier anfordern.

Einige Impressionen der Mitgliedervisite:


Sommertreff am Luftschiffhafen

Gesundheitsregion Brandenburg / BB feiert zweiten Gründungstag

Zwei Jahre nach Gründung der Gesundheitsregion Brandenburg / BB haben sich kurz vor den Ferien am 25. Juni fast 70 Mitglieder, Partner und Gäste zum Sommertreff in der Kanuscheune am Luftschiffhafen in Potsdam getroffen. Zum Auftakt begrüße Gesundheitsregion-Vorstandsmitglied Jürgen Nitsche von der apobank in Potsdam alle Anwesenden mit einer kurzen Bilanz der Vereinsarbeit: Danach ist es 2014 bisher gelungen, drei neue Mitglieder für das Netzwerk zu gewinnen: den Apotheker Olaf Behrendt als Einzelmitgliede sowie als Unternehmen die Werbeberaterin Gesa Sprung und die Treuhand Hannover Steuerberatung.

Ungeachtet dieser Erfolge, wünschte sich Nitsche im Namen des gesamten Vorstandes ein weiteres Wachstum des Vereins bis zu einer Zielgröße von etwa 120 Mitgliedern, vor allem aus den Heilberufen. 24 Monate mit vielfältigen Veranstaltungen, besonderen Locations und vor allem spannende Referenten seien hervorragende Werbeargumente, die es nun verstärkt durch jedes Mitglied weiter nach außen zu tragen gilt.

Der Sommertreff selbst fand trotz der wunderbaren Aussicht aufs Wasser und gelegentlich durchblitzender Sonnenstrahlen aufgrund immer wieder aufkommender Regenfälle und wenig sommerlicher Temperaturen im wesentlichen in den Innenräumen der Kanuscheune statt. Inmitten von Sportanlagen und – hallen sowie vielen Booten unterschiedlichster Bauart und Größe umrahmte Grillbuffet, Wein und Bier einen trotz Wetterkapriolen rundum gelungenen Abend mit vielen angeregten Gesprächen über persönliches und die Themen der Gesundheitsbranche. Manch einer fand sogar einen neuen Kooperationspartner oder nahm zumindest ein paar gute neue Ideen für die eigene Arbeit mit nach Hause – Netzwerkarbeit wie sie sein soll.

Auf der langen Gästeliste standen neben den Vorstandsmitglieder Vertreter fast aller Heilberufe und der mit ihnen verbundenen Dienstleister: Ärzte diverser Fachrichtungen, Zahnärzte und Kieferorthopäden, Krankenhaus- und Diakoniechefs, Mitarbeiter der Pharmaindustrie, Depotvertreter, Abrechnungsspezialisten, Steuerberater, Banker, Medizinrechtler, Inneneinrichter und spezialisierte PR- und Werbe-Fachleute. Sie alle feierten bis in den späten Abend und genossen die angenehme Gesellschaft im ansprechenden Umfeld.

Gleich nach der Sommerpause geht es damit weiter: am 8. September lädt die medizinische Leiterin der Potsdam und Umland GbR und Gesundheitsregion-Vorstandsmitglied Astrid Tributh erneut nach Potsdam ein, um den ihr Tätigkeitsfeld der Palliativmedizin am Beispiel interessierten Teilnehmern näher vorzustellen. Die nächste vorzumerkende Veranstaltung findet dann erneut in Potsdam am 19. November statt. Die Gesundheitsregion Brandenburg / BB veranstaltet zu diesem Termin eine von zwei Fachvorträgen eingeleitet Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Wirtschaft und Standespolitik zum Thema „Arzt gesucht – Strukturversorgung in Brandenburg und Berlin“.

Bis dahin wünschen wir eine erholsame Sommerpause!

Einige Impressionen vom SommerFest 2014:


„Unsere Zukunft wird älter“

Mitgliedervisite bei der Berlin-Chemie AG am 11. März 2014

Hochkomprimierte Informationen, interessante Persönlichkeiten und viel von ganz nah zu sehen. So könnte man die Mitgliedervisite der Gesundheitsregion Brandenburg / BB beim Pharmaunternehmen Berlin-Chemie zusammenfassen. Rund 30 Teilnehmer kamen zur Unternehmensführung mit anschließendem Vortragsprogramm und einem gelungenen Get-together zum Abschluss.

Egal ob Apotheker, Arzt oder Dienstleister – hinter die Kulissen eines renommierten Industrieunternehmens zu schauen, ist eigentlich fast immer spannend. Zumal, wenn man wahrscheinlich regelmäßig mit den dort gefertigten Produkten wie Tabletten, flüssigen Arzneien oder Infusionslösungen zu tun hat.

Als Tochter des italienischen Menarini-Konzerns beschäftigt Berlin-Chemie heute weltweit mehr als 5.000 Mitarbeiter, rund 600 davon arbeiten am Stammsitz in Adlershof. Hauptmärkte sind neben Deutschland vor allem Russland, die Ukraine und andere Staaten in Mittel- und Osteuropa. Der Jahresumsatz betrug zuletzt fast eine Milliarde Euro.

Für alle Teilnehmer fast hautnah zu besichtigen war der Ursprung dieser Erfolge: die hochmodernen Fertigungsstraßen, die im Mehrschichtbetrieb eine hohe Auslastung erfahren und von PR-Referentin Grit Kuchling vortrefflich erklärt wurden. Doch spätestens in den an die Werksführung anschließenden Fachvorträgen und -diskussionen wurde klar, dass das Unternehmen nicht nur in Umsatzzahlen und Produktionsprozessen denkt. Der Fokus ist viel weiter in die Zukunft gerichtet und versucht schon heute den Trend von morgen zu erkennen und in neue Geschäftsmodelle umzusetzen.

Berlin-Chemie Vorstandsmitglied Dr. Rainer Kern brachte die wesentliche Herausforderung der Gegenwart auf den Punkt. „Unsere Zukunft wird älter!“, erklärte er mit Blick auf die demographische Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland und Europa. Seine Mitarbeiterin und Abteilungsleiterin für Gesundheitsmanagement, Susanne Eble, ergänzte, was das denn eigentlich bedeutet: „Wir erwarten in einer älteren Bevölkerung vor allem mehr chronische Erkrankungen. Darauf müssen wir uns mit unseren Produkten einstellen.“

Ein Ansatz der Berlin-Chemie Forschung ist es daher, mehre sinnvoll kombinierte Wirkstoffe in einem einzigen Medikament zu kombinieren. Doch stößt das häufig noch auf Ablehnung bei den verschreibenden Ärzten. Um es langfristigen den Patienten leichter zu machen, investiert das Unternehmen hier dennoch in seine Forschung.

Eble fordert in diesem Zusammenhang zudem eine bessere Aufklärung der Patienten, die häufig viel zu eigenmächtig mit Dosierungen sowie An- und Absetzungen von Wirkstoffen umgingen. Die Ursache für dieses Fehlverhalten sieht sie in der Struktur des Gesundheitswesens an sich. Dessen verschiedene Sektoren, u.a. Industrie, Ärzte, Apotheken und Kassen, würden zu wenig vernetzt arbeiten sondern jeder für sich in seiner Welt verhaftet sein. Dadurch ginge viel Wissen und Erfahrung einfach verloren und erreiche nie den Patienten.

Entsprechend froh zeigten sich Dr. Kern und Frau Eble vom Besuch der Mitglieder der Gesundheitsregion, denn nur im direkten Dialog könnten derartige systembedingte Hürden zum Wohle der Patienten und damit zum Vorteil aller Beteiligten überwunden werden.

Im Namen der Gesundheitsregion Brandenburg / BB bedankte sich Vorstandsmitglied Dr. Rolf Geese bei derBerlin-Chemie AG für das interessante Programm und die abschließende Einladung zum gemeinsamen Abendbuffet.

Die nächste Mitgliedervisite wird am  25.06.2014 als „Sommertreff“ stattfinden. Einladungen dazu ergehen rechtzeitig an alle Mitglieder.

Weitere Termine:

25.06.2014 „Sommertreff“
08.09.2014 Mitgliedervisite in der Praxis von Frau Astrid Tributh - „Vorstellung des Palliative-Care, SAPV Team Potsdam und Umland GbR“
19.11.2014 „Arzt gesucht – Strukturversorgung im Land Brandenburg und Berlin“ - Podiumsdiskussion

Einige Impressionen der Mitgliedervisite sehen Sie hier:


Neujahrsempfang in der Garage du Pont

Exklusives Ambiente gekoppelt mit gutem Essen und interessanten Gästen kennzeichneten den Neujahrsempfang der Gesundheitsregion Brandenburg / BB. In der Potsdamer Garage du Pont in der historischen Tankstelle an der Glienicker Brücke trafen sich die Köpfe der Branche aus Brandenburg und Berlin: Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Verbandsvertreter, Banker, Berater, Zulieferer für Technik und Pharmaprodukte und Medienvertreter genossen einen informativen und unterhaltsamen Abend.

Hauptsponsor war der Honorarmanagement-Dienstleister Health AG, deren Vorstand Uwe Schäfer den Abend offiziell eröffnete.  Organisiert wurde die Veranstaltung vom Stab der Apotheker- und Ärztebank in Potsdam.

Gesundheitsregion-Vorsitzender Dr. Karl-Heinz Schnieder  bedanke sich im Namen aller rund 80 Anwesenden für diese großzügige Einladung und nutzte die Gelegenheit, vor Mitgliedern und Gäste eine kurze Bilanz der Vereinsarbeit im Jahr 2013 zu ziehen. Besonders erinnerte Schnieder an den Besuch der Rechtsanwaltskanzlei KMW, der Medical School in der Berliner Siemens-Villa und der Praxis der Nervenärzte im Märkischen Viertel.

Als Ausblick auf 2014 hob Schnieder insbesondere den für den 11. März geplanten Besuch bei Berlin Chemie sowie das Sommerfest der Gesundheitsregion Brandenburg / BB hervor.

Höhepunkt des Abends war zweifellos der Festvortrag von Dr. Sven Sebastian vom Proventika Institut für angewandte Hirnforschung aus Berlin. In seinen kurzweiligen Ausführungen erläuterte Sebastian nicht immer ganz ernst die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Gehirnen und beschrieb den schmunzelnden Zuhörern mit teilweise bühnenreifen Showeinlagen einen ganz normalen Tag aus der Sicht einen Gehirns.

Der Vortrag mündete in der ohne Zweifel vollumfassend richtigen Feststellung, jeden Tag mit Vorfreude auf etwas ganz Besonderes zu beginnen und sich den Luxus zu gönnen, Gedankengänge auch einmal abzuschließen und sich eine Pause zu gönnen.

Keine Pause gönnten sich die Gäste beim anschließenden Networking untereinander.  Verwöhnt vom reichhaltigen anspruchsvollen Buffet schloss der Neujahrsempfang bei guten Weinen in in vertiefenden persönlichen und informativen Fachgesprächen.

Einige Impressionen der Mitgliedervisite sehen Sie hier:


Zwanglos und informativ: Visite beim Nervenarzt

Burn out an Krabbensalat, Borreliose an Chili con Carne, Botox an Schokocreme. So könnte die Kurzzusammenfassung der Mitgliedervisite der Gesundheitsregion Brandenburg / BB am 28. November 2013 im Märkischen Viertel in Berlin lauten. Was auf den ersten Blick eine gewagte Zusammenstellung zu sein schien, hat sich in der Realität als „bisher beste Veranstaltung des Netzwerks“ erwiesen, erklärte Vorstandmitglied Jürgen Nitsche von der apoBank.

Ausrichter war das „Facharztzentrum – die Nervenärzte“ am Wilhelmsruher Damm. Rund 50 Gäste folgten der Einladung in die weitläufigen Praxisräume. Wein, Bier und ein vielfältiges Flying Buffet sorgten für eine gelöste Stimmung, die Top-Organisation für einen reibungslosen mit gleichermaßen interessanten wie kurzweiligen Vorträgen gespickten Ablauf.

Dr. Thomas Gratz löste mit seinem interaktiven Referat über die vermeintliche Volkskrankheit Burn out bei einigen ein Dejavue aus. „Ja, das hatte ich auch schon“, wussten so manche Teilnehmer zu berichten. Doch – was die wenigsten wussten – Burn out an sich ist keine Krankheit, sondern nicht mehr und nicht weniger als ein gesundheitliches Risiko, genauso wie Rauchen, Trinken oder einseitige körperliche Belastungen.

In der Diskussion wurde schnell klar: grundsätzlich hat es jeder selbst in der Hand, ob aus dem persönlichen Risiko auch wirklich eine Krankheit, wie z.B. Depression, entsteht. Wer richtig vorbeugt, nicht immer versucht Perfektionist zu sein und lern, abzuschalten, kann hier effektiv vorbeugen und sein Risiko absenken.

Lange nicht so schlimm, wie vom Volksmund überliefert, verhält es sich auch mit einer anderen Nervenkrankheit: der zumeist durch Zecken übertragenen Borreliose. Dr. Jens Krumme klärte ausführlich über Fehlinformationen auf und erläuterte anhand von Diagnose und Verlauf, wie gering das Borreliose-Risiko in Deutschland wirklich ist.

Einen völlig anderen Schwerpunkt als vermutet erwartete die Zuhörer des Vortrags über Botox von Dr. Michael de Groot. Fast kein Wort über Faltenglättung und Schönheitsbehandlungen, stattdessen fundierte medizinische Fachinformationen über die vielfältigen originär medizinischen Anwendungsmöglichkeiten dieses Mittels, z.B. bei der Behandlung Gesichtslähmungen.

Ein Klischee wurde dann aber - mit leichtem Augenzwinkern - doch noch bedient: Wer wollte, durfte sich am Abend ein paar kleine Fältchen aus seinem Gesicht wegspritzen lassen – ganz diskret natürlich in einem nicht in die Veranstaltung eingebundenen Behandlungsraum. Das gastgebende „Facharztzentrum – die Nervenärzte“ stellte den Gästen der Mitgliedervisite der Gesundheitsregion Brandenburg / BB nämlich eine Ampulle Botox kostenlos als Testdosis zur Verfügung.

Mit Ende des fachlichen Teils war indes keineswegs der Abend vorüber. Umrahmt von Lounge-Musik, vielen guten Gesprächen mit aufgeschlossenen Kollegen und verschiedenen Beratern der Gesundheitswirtschaft, stellten sich der Potsdamer Zahnarzt Prof. Michael Rosin und der Mitgründer des Ärztenetzwerks „Medifair“ aus der Region Ostprignitz-Ruppin, Dr. Ralf Greese, den anderen Mitgliedern in kurzen Präsentationen vor.

Nach rund vier Stunden ging schließlich ein runder Donnerstagabend mit vielen gewonnenen Erkenntnissen und neuen Kontakten zu Ende. Netzwerkarbeit par exellence, die bereits am 22. Januar 2014 mit dem Neujahrsempfang der Gesundheitsregion Brandenburg / BB in der Potsdamer Garage du Pont und am 11. März 2014 mit der nächsten Mitgliedervisite bei Berlin Chemie ihre Fortsetzung finden wird!

Einige Impressionen der Mitgliedervisite sehen Sie hier:


Gesundheitsregion Brandenburg/BB

In den Räumlichkeiten der historischen Siemens-Villa, Berlin, fand am 3. September 2013 die vierte Mitgliedervisite der Gesundheitsregion Brandenburg/BB statt. Die ca. 50 geladenen Mitglieder und Gäste wurden vom Hausherrn, Herrn Prof. Dr. Thiessen, Rektor der Medical School Berlin, herzlich begrüßt. Nachdem der Vorstandsvorsitzende Dr. Karl-Heinz Schnieder in seiner Eingangsansprache rückblickend über die bisherigen Aktivitäten des Vereins referierte und auch auf die anstehenden hochinteressanten Mitgliedervisiten der Gesundheitsregion Brandenburg aber auch der befreundeten Gesundheitsregionen hinwies, übergab er das Wort an die Referentin des Abends Frau Barbara Elsholtz, Zahnärztin. „Lächeln wie die Stars, ein Gottesgeschenk?“ referierte sie in eindrucksvoller Weise über die historischen und aktuellen Schönheitsmerkmale von Mann und Frau. „Heute sei insbesondere in der ästhetischen Zahnheilkunde fast alles machbar, vieles aber nicht sinnvoll oder ästhetisch nicht zu empfehlen. Ein schönes Gebiss und damit auch ein schönes Lächeln könne heute dank der modernen Zahnheilkunde möglich gemacht werden und damit vielen Patienten helfen, ihre eigenen ästhetischen Wunschvorstellungen zu erfüllen.“ Im Anschluss an den hochinteressanten Fachvortrag schloss Dr. Schnieder den offiziellen Veranstaltungsteil, wies auf die nächste Mitgliedervisite am 28.11.2013 im Facharztzentrum - Die Nervenärzte in Berlin hin, wo das Thema „Ein Abend beim Nervenarzt – Burn out – Borreliose – Botox?“ ist. Auch zu dieser Veranstaltung sind Mitglieder und Gäste herzlich willkommen. Der Abend schloss bei einem kleinen Imbiss und sommerlichen Getränken. Die Anwesenden genossen es sichtlich, sich mit anderen Mitgliedern „netzwerkelnt“ auszutauschen.

Einige Impressionen der Mitgliedervisite sehen Sie hier:


Neujahrsempfang der Gesundheitsregion Brandenburg/BB

Der Einladung der Health AG, Hamburg, Berlin, einem Unternehmen, welches sich mit dem Honorarmanagement im Gesundheitswesen befasst, folgten ca. 50 Vereinsmitglieder und Gäste am 23.01.2013 ins Thomasa in Berlin-Zelendorf.

Uwe Schäfer, Vorstand der Health AG, begrüßte die Teilnehmer zum 1. Neujahrsempfang der im März 2012 gegründeten Gesundheitsregion. Im Rahmen seines Jahresrückblicks stellte der Vorsitzende der Gesundheitsregion Brandenburg, Herr Dr. Karl-Heinz Schnieder, noch einmal deutlich den Vereinszweck (u.a. die Vernetzung von innovativen Gesundheitsdienstleistern aus allen Sparten des Gesundheitswesens) und auch die durchgeführten Vereinsveranstaltungen des vergangenen Jahres vor.

Im März 2012 wurde der Verein mit 38 Gründern in Potsdam der KZV Berlin gegründet. Am 21.06.2012 fand die 1. Mitgliedsvisite bei der Barmer/GEK in Potsdam statt. In seinem Vortrag stellte der Referent Herr Dr. Krolog die Frage: „Muss sich Deutschland 25 % weniger Krankenhäuser leisten?“

Am 25.09.2012 fand dann die 2. Mitgliedervisite im St. Josefs-Hospital in Potsdam statt. Herr Prof. Hausbruck, Uni Osnabrück, gab einen tiefen Einblick in seine Untersuchungen zu der Frage der künftigen medizinischen Versorgung in der ländlichen Struktur „Der Landarzt auf dem Rückzug?“

Im Rahmen des Jahresausblicks 2013 verwies Herr Dr. Schnieder auf die kommende 3. Mitgliedervisite am 19.03.2013 bei seiner Rechtsanwaltssozietät kwm, kanzlei für wirtschaft und medizin, Unter den Linden/Ecke Friedrichstraße in Berlin hin.

Im Rahmen zweier Kurzvorträge werden er und sein Partner, Herr Rechtsanwalt Dr. Ralf Großbölting, neueste Trends und Entwicklungen im Gesundheitswesen referieren.

Im Juni 2013 ist dann im Rahmen der 4. Mitgliedervisite, die von Herrn Dr. Krumme und Kollegen (die Nervenärzte) durchgeführt wird, neurologische und psychiatrische Themen in den Mittelpunkt gerückt werden, u.a. auch das Thema „burn out – aktuelle Entwicklungen und Trends“.

Im August 2013 ist dann im Rahmen eines Sommertreffens ein „come together“ der Vereinsmitglieder und deren Gäste geplant. Im September/Oktober 2013 soll es dann die nächste Mitgliedervisite geben, die von Frau Elsholz geplant und durchgeführt wird. Thema wird hier die zahnmedizinische Versorgung der Zukunft sein.

Einige Impressionen der Neujahrsvisite sehen Sie hier:


Bericht von der 2. Mitgliedervisite der Gesundheitsregion Brandenburg/BB vom 25.09.2012

Der Landarzt auf dem Rückzug?

50 Mitglieder und Gäste zu Gast beim St. Josefs-Krankenhaus Potsdam

Die künftige Versorgung in der ländlichen Struktur wird im Wesentlichen von drei Entwicklungen geprägt. In einigen Gebieten wohnen künftig immer weniger Menschen. Die Menschen werden älter als noch vor drei Jahrzehnten und die ausgebildeten Ärzte werden tendenziell weniger. Wenn sich die derzeitige Entwicklung fortsetzt, werden im Jahr 2020 etwa 1000 Neuzulassungen für niedergelassene Ärzte pro Jahr fehlen.

Anlass genug, für die Gesundheitsregion Brandenburg/BB zur zweiten Mitgliedervisite am Dienstagabend einzuladen. Mit dem Gesundheitsökonom Prof. Dr. Manfred Haubrock, eremitierter aber noch sehr aktiver Professor der Fachhochschule Osnabrück wurden die absehbaren Entwicklungen verdeutlicht sowie Lösungsansätze benannt.

Auf Basis eines historischen Rückblicks in die Entwicklungsgeschichte der gesetzlichen Krankenversicherung verdeutlichte Herr Prof. Dr. Haubrock, dass vieles von den stattgefundenen und noch stattfindenden Reformansätzen des Gesetzgebers gar nicht so neu ist. Die gesetzliche Gesundheitsversorgung stehe vor dem Dilemma künftig sinkender Beitragseinnahmen und steigender Leistungsausgaben. Die Konsequenz hieraus könne nur sein, Beiträge zu erhöhen bzw. die steuerlichen Subventionen in das Gesundheitswesen zu erhöhen bzw. das Leistungsangebot einzuschränken. Durch mehr Freiheiten in der Steuerung der Niederlassung der Ärzte hat der Gesetzgeber einige Maßnahmen zur besseren Verteilung der Ärzte vorgegeben. Gleichwohl wird der so genannte zweite Gesundheitsmarkt (Gesundheitsleistungen außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung) künftig an Bedeutung für die Leistungsbringer im Gesundheitswesen gewinnen.

Prof. Dr. Haubrock zeigte Lösungsansätze auf, die beispielweise in einem erleichterten Studienzugang für Mediziner, in einer verbesserten finanziellen Ausstattung des Gesundheitssystems, in der Gründung von so genannten Mehr-Standort-Praxen und letztendlich auch in einer verbesserten Verzahnung, d. h. Vernetzung der Gesundheitsdienstleister liegen können.

In der sich am Vortrag anschließenden lebhaften Diskussion ging Prof. Dr. Haubrock auf die Fragen und Anregungen der Zuhörer ein und zeigte auch Chancen für niedergelassene Ärzte auf, die darin liegen können, sich stärker als bisher auf Gespräche und Verhandlungen mit Städten und Gemeinden bzw. auch örtlichen Wirtschaftsunternehmen einzulassen.

Im Anschluss an den höchst informativen Fachvortrag lud der Gastgeber des Abends, das St. Josefs-Krankenhaus Potsdam zu einem Stehimbiss ein, wo die Mitglieder und Gäste der Gesundheitsregion Brandenburg/BB „netzwerkeln“ konnten.

Einige Impressionen der Mitgliedervisite sehen Sie hier: